Verbesserung der Ernährungssituation in Cotonou – Qualitätsessen für Alle

Im Rahmen des Projektes „Verbesserung der Ernährungssituation in Cotonou –

Qualitätsessen für Alle“ engagiert sich SONED e. V. gemeinsam mit dem lokalen Partner HORTITECHS Developpement für Umweltschutz und Nahrungsmittel-sourveränität in Benin (Westafrika).

Ganz konkret geht es dabei um die Förderung der nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung in der größten Stadt des Landes Cotonou, im Süden von Benin. Aufbauend auf dem Ansatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird im Laufe des Projektes ein nachhaltiges Ernährungssystemmodell zwischen einem städtischen und einem stadtnahen Gebiet implementiert.

Im einwohnergrößten Stadtviertel AGLA in Cotonou wird dabei eine Nahrungsmittelversorgungsstelle „Jardin Royal d`AGLA“ errichtet. Im Dorf TOHONOU, im stadtnahen Bezirk GAKPÈ der Kommune Ouidah, wird des Weiteren eine Öko-Modellfarm „Ferme TOHO“ aufgebaut. Im Rahmen der „ATELIER agro-ecologique“, dem bildenden Element des Projekts, wird ferner die Auseinandersetzung mit den Themen Ernährung – Gesundheit – Umwelt bei der breiteren Öffentlichkeit angestoßen sowie ein Team zur Aufrechterhaltung der geschaffenen Struktur aufgebaut und entwickelt.

Öko-Modellfarm „Ferme TOHO“ - Konzept

Im Dorf TOHONOU, das im Bezirk GAKPÈ der Kommune Ouidah, ca. 40 Kilometer von Cotonou entfernt liegt, wird eine Öko-Modellfarm „Ferme TOHO“ eingerichtet. Auf einem 1,5 Hektar großen Grundstück, entsteht dabei ein Garten mit zwei Manufaktur-Produktionsstätten. Der Garten wird dabei nach dem lokalen Ansatz der Integrativen Landwirtschaft bewirtschaftet. Die wesentlichen Merkmale einer integrativen Landwirtschaft beinhalten dabei den natürlichen Anbau, Tierhaltung, direkte Beziehungen zwischen den LandwirtInnen und KonsumentInnen, Zertifizierung anhand des Konzeptes der „Teilnehmende Zertifizierung“, eigene Verarbeitung/Produktion von Lebensmitteln. Auf dem Hof wird eine reichliche Diversität an Gemüse und Obst angebaut. Verschiedene Lernveranstaltungen werden hier während des Projektes und nach seiner Laufzeit stattfinden. Von hier aus werden auch die direkten Beziehungen mit den LandwirtInnen der Gegend und den StadteinwohnerInnen hergestellt.

 

Nahrungsmittelversorgungsstelle „Jardin Royal d`AGLA“ - Konzept

Im einwohnergrößten Stadtviertel AGLA in Cotonou wird eine Nahrungsversorgungsstelle „Jardin Royal d`AGLA“, bestehend aus drei Elementen, eingerichtet. Neben einer Verkaufs-/Verteilungsstelle, in der die EinwohnerInnen des Quartiers landwirtschaftlichen Erzeugnisse aus dem Hof „Ferme TOHO“ und den Gärten der LandwirtInnen aus der Gegend GAKPÈ beziehen werden, wird auch eine Straßenkantine kreiert. Die EinwohnerInnen werden hierbei mit schonend und aus umweltfreundlichen landwirtschaftlichen Erzeugnissen zubereiteten traditionellen und innovativen Gerichten versorgt. Zuletzt wird auch ein Urbaner Garten hier etabliert und für sozio-ökologische Bildung genutzt.

„ATELIER agro-ecologique“ - Konzept

Aufgreifend diverse Ideen und Strategien für eine nachhaltige Nahrungsmittelversorgung in der Stadt, wird in 5 Modulen der „ATELIER agro-ecologique“ urbane Auseinandersetzung mit Ernährung angestoßen, verschiedenes Wissen und Kompetenzen erworben und ein Team zur Aufrechterhaltung der geschaffenen Struktur auch nach dem Projekende aufgebaut. Ganz konkret handelt es sich dabei um folgende Bildungs- und Empowermentbausteine:

Modul I: „Mangeons positif“ - 6 Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen zum

Zusammenhang zwischen Ernährung, Gesundheit und Umwelt;

Modul II: „Champ Ecole“ - 7 Workshops für LandwirtInnen zum Erwerb und/oder Verbesserung

der fachlichen Kompetenzen in der natürlichen Landwirtschaft;

Modul III: „Réinventons des repas!“ - 8 Kochworkshops zur Verbesserung vom Ernährungsbe-

wusstsein, Einkaufs- und Kochkompetenzen; Modifizierung von traditionellen und Entwicklung

von innovativen Gerichten;

Modul IV: „Fais-le toi même“ - 2 Re- & Upcycling Workshops zum Bau von Gartenboxen; 140 TN

Modul V: „Leçon direct“ - 11 monatiges On-the-job-training zur Etablierung des Teams „Collec-

tive agro-ecologique „AKOUÈ KOUN“ de HORTITECHS Developpment“ zur Aufrechterhaltung der

erschaffenen Struktur auch nach der Projektlaufzeit.

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