Was ist Permakultur?

Nachhaltige Entwicklung durch Permakultur
oder die Potenziale von Permakultur in der Entwicklungszusammenarbeit

Permakultur ist die Wissenschaft der angewandten ökologischen Gestaltung. Bill Mollison (alternativer Nobelpreis 1983) und David Holmgren kombinierten traditionelles indigenes Wissen über Pflanzen, Tiere und soziale Systeme mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie formulierten die 3 ethischen Grundprinzipien: people care, earth care und fair share und entwickelten unterschiedliche Sets von Gestaltungsprinzipien und Planungsmethoden.

Im Gegensatz zu universitären Wissenschaften studiert die Permakultur die Wechselbeziehungen und sinnvolle Kombinationen von Lebewesen und ihrer Umwelt.

Daraus resultiert die Möglichkeit, nachhaltige Systeme von Menschen in Einklang mit der Natur zu gestalten.

 

 

Permakultur ist eine Philosophie und ein Ansatz zur Landnutzung, der Mikroklima, ein-und mehrjährige Nutzpflanzen, Tiere, Böden, Wasser- und Energiemanagement und menschliche Bedürfnisse zusammendenkt, die sich in sinnvoller Wechselbeziehung zu komplexen produktiven Gemeinschaften entwickeln.

In der Entwicklungszusammenarbeit bietet der Ansatz der Permakultur eine sinnvolle Möglichkeit, nachhaltige Entwicklung durch die Kombination unterschiedlicher Ziele zu erreichen, wie z.B. Empowerment und Gemeinschaftsbildung, Ernährungssouveränität und Gesundheitsvorsorge, regionale Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschutz, Abfallwirtschaft, angepasste Technologien und erneuerbare Energien…

Permakultur ist ein holistischer Ansatz, um nachhaltige Projekte zu planen und umzusetzen. Dabei dienen natürliche Prozesse und Muster als Vorbilder.

Wir bieten regelmäßig workshops zu Permakultur an. Siehe Rubrik „workshops“.

www.permakultur.de

Geschichte des Weltfestes

Das SONED e.V. „Weltfest“
Begonnen haben wir im Jahre 2001 mit unserem ersten „Weltfest“ und der dem Motto „Völkerverständigung und Toleranz und Vielfalt im Kiez“ am Boxhagener Platz im Berliner Bezirk Friedrichshain. Das „Weltfest“ ist eine Plattform, auf der Aktivist*innen, Künstler*innen, Vereine und Organisationen sowie Anwohner*innen zusammenfinden, sich austauschen, netzwerken und darstellen können. Es geht dabei um Umweltbildung, entwicklungspolitische Bildung, Nachhaltigkeit, Kultur und Miteinander. Wir feiern ein Fest, dass Menschen zusammenbringt und empowert in ihrem Tun und Sein, dass Brücken baut und Mauern einreißt und dass Kiezkultur mit den Kulturen der Welt verbindet. Jedes Jahr stand und steht das „Weltfest“ unter einem neuen Motto. 2016 war das erste Jahr an dem wir kein „Weltfest“ gefeiert haben. Dafür waren wir auf dem Tempelhofer Feld Willkommensfest „Schön, dass ihr da seid“ vertreten mit Workshops, unserer „DO UT DES“ - Ausstellung und einer Menge Flyer und Wissen zu unserer Arbeit.
In den folgenden Jahren fand das Weltfest in unregelmäßigen Abständen statt. Wir hatten ein gemeinsames Weltfest mit dem Kiezfest „Suppe&Mukke“ im Jahr 2017 und im Jahr 2018 eines zusammen mit dem Verein „Supamolly“. Für diese beiden Feste zogen wir erstmal um und feierten auf neuem Terrain. 2017 fand das „Weltfest“ mit „Supp&Mukke“ am Wriezener Park statt und das „SupaWeltfest“ im Jahr darauf am Trave Platz.
In diesem Jahr sollte das Weltfest im YAAM stattfinden in Kooperation mit dem KULT e.V. zum Thema „Inklusiv statt Exklusiv“. Doch aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung des SARS-COV19 mussten wir das Fest absagen. Derzeit arbeiten wir an einer digitalen Alternative. Wir hoffen, dass wir im kommenden Jahr 2021 das Weltfest auf „YAAMAICA“ mit euch zusammen feiern können.

Unsere Weltfeste in chronologischer Reihenfolge:

2020 „Inklusiv statt Exklusiv“

2018 „SupaWeltfest“

2017 „Suppe&Mukke&Weltfest“

2015 „Unsere Welt. Unsere Würde. Unsere Zukunft.“

2014 "Work in Progress: für menschenwürdige Arbeit weltweit"

2013 "Global goes local: Zukunftsfähig werden. Utopien umsetzen."

2011 "Recht auf Nahrung - gesunde und ausreichende Ernährung für Alle"

2009 "Transition Town Berlin"

2008 „Flüchtest Du noch? – Oder lebst Du schon?"

2007 "Immer lebe die Sonne - Für Kinderrechte weltweit"

2006 "Wasser heisst Leben"

2004 "A Taste of Asia"

2003 "Bienvenidos a la Fiesta Latinoamericana"

2002 "Focus on Africa"

2001 „Völkerverständigung und für Toleranz und Vielfalt im Kiez“

Weltküche mit entwicklungspolitischem Nachtisch

SONED gestaltet jeden Montagabend eine leckere Weltküche mit entwicklungspolitischem Nachtisch.

Wir haben Freude an entwicklungspolitischen Themen und am gemeinsamen Kochen und Essen.
In unserer Arbeit begegnen wir vielen interessanten Menschen, Projekten und Organisationen – mit spannenden Geschichten und Zukunftsplänen. Mit unserem Montagabendprogramm haben wir einen Raum geschaffen in dem wir euch ihre echten und dokumentierten Geschichten und Ideen präsentieren. Gerne könnt ihr euch im Anschluss der Veranstaltungen mit uns und den Referenten in Austausch treten und diskutieren.

Ab 20.00 Uhr gibt’s gesunde vegane Weltküche gegen Spende.
Jeden 2. und 4. Montag startet ab 21.00 Uhr der entwicklungspolitische Input.

Am Montag, den 28.09.20 zeigten wir im Rahmen unserer montäglichen Küfa die Doku: „Die gestohlene Seele – Raubkunst aus Afrika“ (Deutsche Welle).

Unser Gast Lawrence Oduro-Sarpong von AfricAvenir International e.V. gab uns im Anschluß an den Film noch einige Antworten und nähere Information zum Thema. Herzlichen Dank dafür!

Hier das Interview welches wir im Vorfeld aufnahmen:

 

Am Montag der 12. Oktober hat Crissi, eine unserer Mitarbeiter*innen , einen Vortrag zum Thema autarke Ernährung in Cuba für uns gehalten.

Hier findet ihr das Gespräch, viel Spass ! (Die Doku Empfehlung ist „the Power of Community – How Cuba survived Peak oil“)

 

 

Ausgewählte Veranstaltungen sind momentan in online-Produktion und werden demnächst hier veröffentlicht.

Am letzten Montag 21.9 waren bei uns zwei jungen Leuten aus der Klimastreikbewegung FridaysforFuture um uns die Bewegung und die geplanten Aktionen am nächsten globalen Klimastreik diesen Freitag vorzustellen !

Hier unten könnt ihr unser erstes Interview mit denen finden. Viel Spaß !

 

Am Montag der 5. Oktober war unser Gast Alexander Schudy vom BER (Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag), ein wichtiges Netzwerk in Berlin an dem Soned Mitglied ist. Hier unten könnt ihr unser spannendes Gespräch zuhören. 

 

 

 

DO-UT-DES

Nachhaltigkeit vom Süden lernen?!

DO-UT-DES  = Ich gebe, damit Du geben kannst,  ist eine dialogische und interaktive Wanderausstellung, Veranstaltungsreihe und Web-Plattform über nachhaltige Projekte der solidarischen Entwicklungszusammenarbeit.

In den letzten Jahren spielt neben den Projekten der solidarischen und partizipativen Entwicklungszusammenarbeit auch der Anspruch der Nachhaltigkeit angesichts der energie- und klimapolitischen Herausforderungen und dem Bedürfnis nach einer machbaren Strategie der „Stadt des Übergangs“ eine größere und aktivierende Rolle. SONED e.V. war maßgeblich beteiligt, die „Transition-Town-Idee“ in die Metropole Berlin zu übertragen.
Der SONED e.V. war durch die Kooperation mit der Permakultur Akademie auch beteiligt an der EU-geförderten Lernpartnerschaft „transition to resilience, einLernabenteuer für Agenten des Wandels“.
Aus diesen beiden Erfahrungsansätzen entstand die Idee, mit dem bildungspolitischen Instrument einer „dynamischen“ Wanderausstellung ein Projekt zu schaffen, bei dem Akteure der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit in der Region Berlin/Brandenburg zeitlich niederschwellig zusammenarbeiten können.
Dieser Ausstellungsbereich soll einen vernetzenden Effekt mit anderen NGOs und Projektträgern der Entwicklungszusammenarbeit in der Region Berlin/Brandenburg entwickeln. Geplant sind momentan 12 Rollplakate als Ausstellungskernbestand.

Weiterführende Informationen soll es in der parallel entstehenden Web-Seite der Wanderausstellung geben. Hier geht es nicht nur um ein weiteres Präsentationsmedium. Die Web-Präsenz soll als Anlaufpunkt funktionieren, um die Wanderausstellung bekannt zu machen um diese in der Region Berlin/Brandenburg nutzen zu können. Weiterhin wollen wir gemeinsam mit den beteiligten und präsentierten Projekten überlegen, wie es technisch und kommunikativ möglich gemacht werden kann, dass ein/e interessierte/r Besucher/in der Wanderausstellung Kontakt mit dem jeweiligen Projekt aufnehmen kann, und darüber informiert wird, ob und wie die Möglichkeit besteht, für eine bestimmte Zeit selber in dem Projekt tätig werden zu können.
Im Rahmen der Wanderausstellung sollen auch zielgruppenorientierte Vertiefungsseminare erarbeitet und angeboten werden. Das soll mit Projektbeginn gestartet werden, soll aber der Arbeitsschwerpunkt im zweiten Halbjahr 2013 sein.
Hier sollen gezielt Mitmachmöglichkeiten bei den Projekten herausgearbeitet werden, aber auch die nötigen Schritte vermittelt werden, um ein neues Projekt erfolgreich zu entwickeln und umzusetzen.

Reisebericht Kenia 18.02.-17.03.2020

Genau 31 Jahre nachdem ich meine erste Reise nach Afrika hier begann, bin ich nun wieder in Begleitung von Sonja am Diani Beach, südlich von Mombasa mit dieser Reise gestartet. Der Anlass dazu war eine Hochzeitseinladung nach Kisumu und der langgehegte Wunsch, einige Kenianische Projektpartner zu besuchen, sich auszutauschen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erkunden. Kurzfristig haben wir dafür eine Förderung der Schöck Familien Stiftung bekommen.

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Am Samstag fuhren wir zum Waisenhaus, das Philip initiiert hat. In einem angemieteten Gebäude mit Garten leben 22 Waisenkinder verschiedenen Alters wie eine Großfamilie zusammen, betreut von einem Freiwilligenteam, das von Millicent, einer Lehramtsstudentin geleitet wird. Am Sonntag besuchten wir Philips Mutter im Slum, in dem auch Philip aufgewachsen war und sein Engagement einst begann. Das kleine Haus der Mutter scheint als Nachbarschaftszentrum zu fungieren, hier ist ein ständiges Kommen und Gehen und man bekommt einen Eindruck davon, wie das starke Engagement von Philip entstanden ist. In der Nachbarschaft zeigte Philip uns den ersten Gemeinschaftsgarten, den er mit Freunden und Nachbarn einst als Friedensinitiative gestartet hat, um Jugendlichen eine Perspektive zu geben. Im Haus nebenan gibt es einen Raum für Meetings von OTEPIC und eine Wasserentnahmestelle für städtisches Leitungswasser, die Philip von der Verwaltung erkämpft hat und wo die Nachbarn ihre Wasserkanister füllen können, anstatt zum Fluss laufen zu müssen.

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Projekt Kanyala

Kanyala little stars

Nachdem unser Projekt KANYALA im Januar 2010 eine Förderung bewilligt bekam, war für uns schnell klar, dass Ende 2010 ein Projektbesuch vor Ort ansteht. In diesen Bericht fließen alle Erfahrungen und Neuigkeiten ein, die wir während des Jahres 2010 und während unseres Projektbesuchs im Dezember und Januar sammeln konnten. Als Andi und ich Anfang Dezember nach Rusinga Island fuhren, waren dort - wie in ganz Ostafrika - Schulferien. Wir konnten deshalb mit Benter, unserer Projektleiterin vor Ort und ihrem Sohn Blasto, der die Farm managt, lange Gespräche führen und Verabredungen treffen, Nach einer privaten Reise kamen wir Anfang Januar noch einmal nach Rusinga, um die Schüler und Lehrer kennen zu lernen.

Die Schule

Wir besichtigten natürlich auch die KANYALA Little Stars Academy nahe Mbita Point. Ich war beeindruckt von den vielen Gebäuden, die seit 2006 hinzu gekommen sind, als es nur einen Klassenraum und ein winziges Büro gab.

Jetzt gibt es drei langgestreckte Gebäude mit jeweils mehreren Klassenzimmern, Schulbänke, Tafeln, ein Büro mit abschließbaren Schränken für Schulbücher, zwei Wassertanks für Regenwasser und seit kurzem auch einen Trinkwasseranschluss: Wasser aus dem Hahn – noch immer ein Luxus  in Kenia.

Die Hütte, in der Porridge und das Mittagessen für die Schüler zubereitet wird, schockierte uns alleredings, und wir drängten darauf, die Situation für die Köchin zu verbessern, indem die offene Feuerstelle ohne Rauchabzug mit Steinen gefasst und mit Lehm verputzt wird. Dadurch wird nicht nur Feuerholz gespart und effektiver gekocht, auch der Rauch kann nach draußen geleitet werden. Auf unserer Reise durch andere Gebiete in Western Kenya sahen wir solche gemauerten Feuerstellen und zeigten Benter Fotos davon.

Eine andere erfreuliche Nachricht während unseres Aufenthalts: Kanyala Little Stars Academy bekommt eine offizielle Zulassung als Primary School bzw. als Examensort, um die Abschlussprüfungen der achten Klasse abnehmen zu dürfen. Dieser neue Status hat auch noch andere Vorteile wie medizinische Untersuchungen der Kinder, gratis Impfungen u.Ä.

Am Ende unserer ersten Besuchswoche fuhren wir gemeinsam mit Benter, Blasto und dem Schuldirektor nach Kisumu (die Provinzhauptstadt), um neue Schulbücher zu kaufen. Es war dies ein sehr weiser Entschluss, da die meisten Lehrer die Bücher am ersten Schultag kaufen und das Gedränge im Januar dementsprechend groß ist. Im Dezember hatten wir noch die volle Auswahl und ruhige Läden.

 

Die Geschichte

2001

In Karare konnte das BMZ-geförderte Projekt „Aufbau der ökologischen Selbsthilfe- und Schulungsfarm“ erfolgreich durchgeführt werden. Ebenfalls in Karare fand Anfang des Jahres ein von der Böckler-Stiftung unterstütztes Kulturprojekt statt. Dazu waren 2 Fotografen und eine Musiktherapeutin vor Ort, um die Kultur der Rendille in Bild und Ton festzuhalten. Diese Dokumente wurden der Partnerorganisation überreicht und stehen auch uns zum Kulturaustausch sowie Fundraising zur Verfügung.

2002

Ein Community-Projekt zur nachhaltigen Entwicklung und Wüstenbekämpfung mit wissenschaftlicher Begleitung wurde für die Region Marsabit geplant. Dazu fand im Februar/März 2002 eine Evaluationsreise mit einer Umweltwissenschaftlerin und vier StudentInnen im Praktikum statt. Danach wurde der Projektantrag fertiggestellt und bei der VW-Stiftung eingereicht.
Eine Spendenaktion zugunsten der Kenya Green Towns Partnership Association wurde gestartet, um deren Umweltaktionsgruppen mit Fahrrädern, Nähmaschinen und Computern auszustatten.

2003

Ein Forschungsantrag zur Landnutzung in der Region Marsabit/Nordkenia wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Umweltwissenschaften der Hochschule Vechta, HUB u.a. erarbeitet, bei der VW-Stiftung u.a. eingereicht und beim UN-Sekretariat zur Bekämpfung der Desertifikation vorgestellt.

2004

Durch den zwischenzeitlichen Zusammenbruch der Infrastruktur des Projektpartners Kenia Green Towns Partnership Association konnte erst Ende des Jahres wieder Kontakt zu dieser NGO aufgenommen werden.

2005

Mit dem Projektpartner „Kenia Green Towns Partnership Association“ sowie mit vielen anderen Selbsthilfe-Projekten im Raum Lake Viktoria wurden alte Kontakte aufgefrischt und neue vielversprechende aufgebaut.
Ein Vereinsmitglied beschloss deshalb, im Dezember/Januar 2006 für fünf Wochen nach Kenia zu reisen, um sich vor Ort über die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Freiwilligenarbeit zu informieren.

2006

Auf dieser Reise in den Westen Kenias wurden Projekte für Freiwilligeneinsätze besucht, zu denen bereits im Vorfeld Kontakte bestanden. Mit einigen davon lässt sich sicher in Zukunft zusammenarbeiten und auch kleinere Projekte wie Ausstattung von Kleinschulen, realisieren. Auch zwei Projekte im District Meru/Mount Kenya, die Projektvorschläge bei SONED eingereicht hatten, wurden besucht und mit ihnen die Möglichkeit eines BMZ-Antrages diskutiert.
Der Kontakt zu Kuria bei „Kenia Green Towns Partnership Association„ wurde aufgefrischt und eventuelle gemeinsame Projekte diskutiert.

2007

Ein Kleinprojekt zur Unterstützung/Ausbau der privaten Schule Kanyala Little Stars in Mbita/Region Lake Victoria wird angegangen und zu Weihnachten ein Spendenaufruf gestartet.

Mein Schlüsselerlebnis bei diesem Besuch war, mit welcher Freude und Dankbarkeit die paar „Mitbringsel“ aus Deutschland, Stifte, Hefte und kleine Schreibtafeln angenommen wurden. Ich sah sie als Gastgeschenke für die Aufmerksamkeit, die Benta und ihre Kollegen mir schenkten, aber für die Schüler waren es echte Materialien, die sie sich einfach nicht leisten konnten, und Benta erklärte mir, dass es hier einfach an allem fehlt, gute Bücher oft nur in Kisumu oder Nairobi erhältlich sind und unerschwinglich teuer; sie wäre schon froh, wenn nur 1 Englisch- oder Biologie-Buch pro 10 Schüler vorrätig wäre. Weil die KANYALA Little Stars eine guten Ruf in der Umgebung haben, wollen immer mehr Eltern ihre Kinder dorthin schicken und für das nächste Schuljahr erwartet Benta 70 Schülerinnen im Gegensatz zu den etwa 30 im Moment.

 

Zeit, um eine „richtige“ kleine Schule zu bauen, mit gemauerten Wänden, Bänken und Tischen für alle und einem Speisesaal für das Mittagessen. Und natürlich gutem und ausreichendem Material für Lehrer und Schüler.

Und hier kommt SONED ins Spiel: um die Pläne für KANYALA Little Stars zu unterstützen, haben wir im Dezember 2007 eine Spendensammlung gestartet und 2000 Postkarten in Berlin und an unsere Freunde verteilt.

Für das nächste Schuljahr, das in Ostafrika mit dem Neuen Jahr beginnt, benötigt Benta etwa 1.200 Euro für den laufenden Unterhalt und die Schulmaterialien (darin sind Gehälter für Lehrer nicht enthalten!). Etwas wird von dieser pragmatischen Frau sicher beiseite gelegt werden, um den Neubau des Gebäudes angehen zu können. Auch durch Projektanträge werden wir versuchen, dieses kleine aber wertvolle Projekt zu unterstützen. Und es kommt auch auf Spenden an, die direkt und schnell helfen. Egal welcher Betrag, jeder Euro ist gut investiert in die Schulbildung der Little Stars, denn: Children are our future.

Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in 2008,
mit herzlichem Gruß
Monika Frank

Unser Spendenkonto: SONED e.V.
Betreff: KANYALA
GLS Bank Konto: 8025 306 640, BLZ 430 609 67

Hier der Hintergrund der Geschichte:

eine Reise nach Kenia und ihre Folgen...

Seit 2001 betreue ich die website www.fernetzt.org, die es Freiwilligen ermöglicht, auf unkomplizierte Art Adressen und Beschreibungen von Projekten im Süden zu erhalten. Da sich die Kontakte nach Kenia, vor allem am Lake Victoria, im Lauf der Jahre mehrten, fuhr ich im Januar 2006 dorthin, um mir selbst ein Bild von den „Praktikantenstellen“ zu machen.

In und um Homa Bay besuchte ich fast ein Dutzend Projekte und sprach mit vielen engagierten Kenianern. Eine darunter habe ich ganz besonders ins Herz geschlossen: Benta Odhiamba, eine tatkräftige und optimistische Frau mit einem großen Herz. Sie war Zeit ihres Lebens Lehrerin und von ihrer bescheidenen Pension betreut sie weiterhin eine Schule für Vor- und Grundschüler: die „KANYALA Little Stars“ in der Kleinstadt Mbita am Lake Victoria. Eine Schule wie viele – Wellblech statt Wände, drei Bänke auf gestampften Boden, kaum Schulmaterial oder Bücher, denn diese müssen die Schüler bzw. ihre Eltern selber kaufen. Oft kein Geld, um die Lehrer ausreichend oder überhaupt zu bezahlen. Zu einer kenianischen Schule gehört auch ein Mittagessen, und auch das bestreitet Benta aus eigener Kasse oder durch Spenden der Gemeinde. Nicht nur von der Notwendigkeit von Bildung (das Motto der Schule ist: "Children are our future") sondern auch von Ökologie und Umweltschutz ist Benta überzeugt und zieht in ihrem Garten Bäumchen, die sie gemeinsam mit den Schülern am Lake Victoria pflanzt.

Nigeria

Permaculture forest garden

Die „Adunni Susanne Wenger Foundation“ in Nigeria baut seit Juli 2011 in Kooperation mit SONED e.V. auf der Insel Gberefu in Badagry, Lagos State, das Umweltbildungscamp „Permaculture Forest Garden“ auf.

Schwerpunkte des Projekts sind neben der Umweltbildung auch Gesundheitsvorsorge, gesunde Ernährung, einfühlsame Kommunikation und die Unterstützung demokratischer Prozesse. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Permakultur Akademie und die Stiftung Nord-Süd-Brücken. Die Zielgruppen sind neben den ca. 500 Bewohnern der umliegenden Siedlungen auch Schüler, Studenten und Lehrer aus Badagry und Lagos sowie interessierte Kleinbauern und Landbesitzer.

 

Die Gegend

Gberefu ist ein Teil der Halbinsel, die sich zwischen der Lagune von Lagos und dem Atlantik an der nigerianischen Küste entlang zieht. In der Vergangenheit war die gesamte Region von dichtem Regenwald bedeckt, der aber durch Holzeinschlag, Brandrohdung und Überweidung weitestgehend verschwunden ist. Die nächste Brücke ist weit entfernt und die Hauptverkehrsmittel sind Kanus und kleine Motorboote. Die Insel ist nicht ans öffentliche Stromnetz angeschlossen. Es gibt keine Straßen, die Grundstücke sind nur durch unbefestigte Wege miteinander verbunden, die während der Regenzeit teilweise überflutet sind.

Kamerun

Unser Projektpartner in Kamerun ist Better World Cameroon

Better World Cameroon(BWC) ist eine NGO mit Sitz in Yaounde, Bamenda und Maroua.
BWC arbeitet mit und für junge(n) Leute(n) die motiviert sind ein nachhaltiges Leben aufzubauen.

Unser Thema ist Permakultur African Way: das heißt wir sehen dass wir regionale Lösungen finden müssen um unsere Zukunft zu schaffen. Dazu gehören Landwirtschaft, Entrepreneurship, und die Erhaltung traditionellen Wissens.

Ndanifor Permaculture Ecovillage, Demonstrationsgelände in Bafut

Das Grundstück und die Landwirtschaft:
Die fruchtbare Region im Nord-Westen von Kamerun ist ideal für die Entwicklung eines Ökodorfes. Unser 2 ha Grundstück hat eine Hanglage deren niedriger Bereich eine Quelle im Wald hat. Hier fliesst Wasser das ganze Jahr und hier wachsen die Raffia Palmen deren grosse Blätter zum Bau verwendet werden können. Die mittleren Lagen sind für den Anbau von Gemüse, Mais und Früchten angelegt und in der oberen Randlage ist ein Lernzentrum mit Eco-lodge geplant.

Mit Unterstützung vom Global Ecovillage Network (GEN) entwickeln wir hochwertige Exportprodukte, die mit üblichen Nahrungsmitteln in Mischkultur angebaut werden. Dabei werden Techniken für Erosionsschutz und Speicherfähigkeit für Regenwasser im Boden angewandt. Wir arbeiten eng mit den Familien in unserem Dorf zusammen. Durch unsere Kooperative BetterCOOP werden die Produkte in der Zukunft auf den Markt gebracht. Langfristig werden Arbeitsplätze geschaffen.

 

Ein Lernzentrum und Eco-Lodge

Permakultur lernt man am besten vor Ort. Wir bauen ein Lernzentrum mit Eco-Lodge in dem wir unsere Kurse anbieten werden und wo auch internationale Gäste und Freiwillige Unterkunft finden. Beim Bau benutzen wir natürliche Materialien und traditionelle wie auch moderne Techniken. Es bietet sich an mit Sonnenenergie Strom und Warmwasser zu erzeugen. Und natürlich wird das Abwasser genutzt und Regenwasser gespeichert. Das Bild wird am Ende mit einer Biogasanlage vollständig.

Die Menschen bei Better World Cameroon

Viele der Mitarbeiter in Bamenda und Bafut haben ihre Herkunft in der Region. Familien pflegen ihren Zusammenhalt und möchten ihr Dorf stärken. Unsere Vorstandsmitglieder sind erfolgreich in ihren Berufen und engagieren sich in der Gemeinde. Wir arbeiten mit Freiwilligen aus Kamerun, die bei uns Erfahrungen für ihr Berufsleben machen. Unsere Partner und Unterstützer in anderen Ländern helfen beim Aufbau unserer Infrastruktur, mit Finanzierung von Projekten und durch ihren Einsatz als Freiwillige Mitarbeiter.

Better World Cameroon

Africa Kitchen Revolution

 

 

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