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Unterstützen Sie die Bildung von Waisenkindern
Kenyala Little Stars in Kenia
Der Schulchor der Kanyala Little Stars Grundschule
News von 2011:
Dezember 2011:
Wieder ist eine ruhige Phase in der Kanyala Academy eingekehrt – die Weihnachtsferien
vor dem neuen Schuljahr. 2012 wird es das erste Mal eine Abschlussklasse
(Klasse 8) geben!
Auch 2011 waren die Prüfungen in allen Klassen sehr gut ausgefallen, wir sind stolz auf die Little Stars!
Nun steht wieder eine Großeinkauf an für neue Schulbücher, Schuluniformen, Möbel (s.o.) und viele andere Kleinigkeiten.
Santiago von CAN wird ein Sponsoring-Projekt für einige der Schüler ins Leben rufen.
CANassist klemmt sich hinter eine Rentabilitätsstudie für den Fischteich auf der Farm.
Bitte helft mit, dieses Projekt bekannt zu machen und Spender zu gewinnen!
Spendenkonto: GLS-Bank
Konto-Nr.: 8025306601
BLZ: 43060967
Verwendungszweck: KANYALA
April 2011:
In den Schulferien war große Baustelle angesagt!!
Die neuen Klassenräume für Klasse 6, 7 und 8 konnten in einem Zug in Ziegelbauweise errichtet werden und ein neues blaues Dach bekamen sie auch noch! Somit sind diese Klassenräume auch vom kenianischen Staat anerkannt und die Schule kann ihre offizielle Zulassung als Primary School aufrecht erhalten. Aufgrund der weiter steigenden Preise in Kenia wurde das Bauvorhaben teurer als (2009) geplant. Es fehlt noch das Geld, um Türen und Fenster einzusetzen sowie neue Bänke und Tische schreinern zu lassen.
SONED muss dazu seinen Eigenanteil erhöhen und ist auf eure Spenden angewiesen!!
März 2011:
Im März 2011 konnte Blasto einen Permaculture Design Kurs
auf Rusinga Island belegen und war ein begeisterter Schüler. Das frisch
erworbene Wissen wird er auf der Familien-Farm, die auch Gemüse für den Schule Kanyala
Little Stars Academy erzeugt, anwenden. Hier ein Foto und Blastos
Kurszertifikat.

News von 2010:
Dieses Projekt und der aktuelle Spendenaufruf 2010 ist auch auf
folgenden Online-Spendenportalen vorgestellt und Sie können es dort als
Fürsprecher oder als Spender unterstützen:
betterplace
helpdirect
Interview mit Benter:
Besuch
der KANYALA Little Stars Academy im Dezember und Januar 2010/11:
Bericht
von Monika Frank und Andi Raue
SONED
in Friedrichshain e.V.
Kreutzigerstr.
19 10247 Berlin
Tel.
030-2945401
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,
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Nachdem
unser Projekt KANYALA im Januar 2010 eine Förderbewilligung von der Stiftung
Nord-Süd-Brücken über 10.000 Euro (2010-2012; Gesamtprojektvolumen: 36624 Euro)
bekam, war für uns schnell klar, dass Ende 2010 ein Projektbesuch vor Ort
ansteht. In diesen Bericht fließen alle Erfahrungen und Neuigkeiten ein, die
wir während des Jahres 2010 und während unseres Projektbesuchs im Dezember und
Januar sammeln konnten.
Über
euer Feedback, Kommentare, Vorschläge und Ideen würden wir uns sehr freuen.
Was
im Januar bis November 2010 geschah:
KANYALA
baute ein weiteres Gebäude in semipermanenter Bauweise, um die Klasse 6
unterzubringen und mehr Platz für die Kinder der Vorschule zu haben. In Kenia
werden Kinder ab 2 Jahren in Vorschulen/Kindergärten betreut; unterteilt in
drei Klassen: Baby-class (2-3Jährige), Kindergarden bzw. nursery (3-4Jährige)
und pre-unit (5-6Jährige), was ein vorbereitendes Jahr auf die erste Klasse
Grundschule ist. Dabei lernen die Kinder bereits das Alphabeth und etwas lesen
und schreiben. Am Ende der pre-unit werden die Kinder getestet. Nur nach
erfolgreichem Test werden sie in die erste Klasse aufgenommen.
Außerdem
gibt es für jede Klasse standardisierte Aufnahmetests, wenn Schüler aus anderen
Schulen wechseln wollen. Dies geschieht in den ersten Tagen eines neuen
Schuljahres, das immer Anfang Januar beginnt. KANYALA belegte im vergangenen
Schuljahr 2010 bei den Abschlussprüfungen der Klasse 6 den ersten Platz
unter den 97 anderen Schulen des gesamten Bezirks Suba! Deshalb kamen 2011
viele neue Schüler, die in KANYALA aufgenommen werden wollten. Um die Qualität
des Unterrichts allerdings aufrecht zu erhalten, werden in KANYALA Little Stars
nur max. 20 SchülerInnen pro Klasse aufgenommen (außer in der Vorschule).
Im
Sommer war Santiago Perez von der kanadischen Organisation CAN (Community
Alliance Network) für mehrere Wochen zu Besuch bei KANYALA. Er half auf der
Farm und entwickelte einige andere Projekte auf Rusinga Island.
Santiago
ist ein ehemaliger Student von Dr. Geddes, der für die Organisation CAN
Assist Food Relief Africa arbeitet und regelmäßig nach Mbita mit größeren
Studentengruppen kommt. Diese besuchen in Mbita die Forschungsstation ICIPE -
International Centre for Insects, Physiology and Ecology. CAN Assist
unterstützt vor allem die Farm, auf der Gemüse und Mais für die Schule und zum
Verkauf angebaut wird. CAN Assist und CAN sind in unserem 3-Jahresplan als
Drittmittelgeber aufge-nommen.
Die
Übersicht zeigt die verschiedenen Geberorganisationen und Personen, mit denen
KANYALA seit 2006 in Verbindung steht. Der erste Kontakt kam 2004 über Monika
und ihre webbasierte Freiwilligen-Initiative fernetzt.org.
 
Moni
und Klasse 5 der Little Stars Die Farm
Als
Andi und ich Anfang Dezember nach Rusinga Island fuhren, waren dort - wie in
ganz Ostafrika - Schulferien. Wir konnten deshalb mit Benter, unserer
Projektlei-terin vor Ort und ihrem Sohn Blasto, der die Farm managt, lange
Gespräche führen und Verabredungen treffen, Nach einer privaten Reise kamen wir
Anfang Januar noch einmal nach Rusinga, um die Schüler und Lehrer kennen zu
lernen.
Die
Farm:
Gleich
am ersten Abend besuchten wir die Farm von Benters Familie und waren
beeindruckt von der Größe des Feldes und dem hohen Anteil an Gemüsepflanzen,
die dort bereits wuchsen. Für die Bewässerung wird Wasser aus dem See in einen
600l-Container gepumpt und dann über Schläuche in die Beete verteilt. Im Moment
wuchsen dort vor allem Tomaten (guter Verkaufswert), Kohl, Mangold, Spinat,
Süßkartoffeln, Bohnen, Zwiebeln, Koriandergrün, Papayas, Bananen.
Die
kleine Baumschule ist mittlerweile auch auf die Farm umgezogen.
 
Sukuma
Wiki - DAS Gemüse in Kenia Die
neue Hütte auf der Farm
Die
Maispflanzen sind von einem Besuch der Flusspferde zerstört worden. Es musste
daher ein tiefer Graben rund um das Feld gezogen und der Zaun repariert werden.
Am unteren Ende des Feldes liegt ein neuer Fischteich. Diese Maßnahme wurde vom
kenianischen Staat unterstützt, der die Bauarbeiten für den Teich und die
Besetz-ung mit Kleinfischen (Tilapia) bezahlte. Wir sahen viele dieser neuen
Fischteiche in der Gegend, allerdings wurde der Wasserstand oft nicht
aufrechterhalten und die ganze Sache nicht gepflegt.
Für
die Farm wurde im Dezember eine kleine Hütte gebaut, die den drei
Farm-arbeitern und dem Nachtwächter (wegen der Hippos) als Unterstand und als
Lager und Verkaufsfläche für die Farmprodukte dient. Auch andere Dinge des
täglichen Bedarfs (Seife, Kochfett, Zucker) können dort verkauft werden, da auf
dem Weg entlang der Hütte morgens und abends viel Betrieb ist.
Unsere Verabredungen für die Farm:
Wir
schicken Saatgut für verschiedene Tomatenvarietäten aus Europa, da in Kenia nur
eine einzige Tomatenart angeboten wird (Roma). Dicke, süße Fleischtomaten
könnten ein Verkaufsschlager werden in Mbita! Aus Kisumu und Kitale brachten
wir auch einiges Saatgut mit: Wassermelone, Aubergine, Okra, Kürbis, Karotten,
Zwiebeln, Paprika – alles Gemüsesarten, die hier auch gut gedeihen.
Traditionellerweise wird aber oft nur Sukuma Wiki (Stielkohl, Kale (engl.)) als
„Gemüse“ bezeichnet und an Obst werden Bananen, Mango, Papaya und Ananas
verkauft, die meistens aus anderen Regionen importiert werden.
Blasto
soll die Chance bekommen, einen zweiwöchigen Permakultur Designkurs zu
besuchen, der im März auf Rusinga Island, nur etwa 10min Fahrtzeit von seinem
Haus entfernt, stattfindet. Dazu wird es ein fundraising im deutschen
Permakulturnetzwerk geben.
Auf
diesem Kurs wird er einiges über Organic growing lernen und neue Ideen für die
Farm und auch für die Vermarktung bekommen sowie andere Leute aus der Region
kennen lernen, die ggf. vor ähnlichen Herausforderungen stehen.
Die
Schule:
Wir
besichtigten natürlich auch die KANYALA Little Stars Academy nahe Mbita Point.
Ich war beeindruckt von den vielen Gebäuden, die seit 2006 hinzu gekommen sind,
als es nur einen Klassenraum und ein winziges Büro gab.
 
Little
Stars 2006 Little
Stars 2010
Jetzt
gibt es drei langgestreckte Gebäude mit jeweils mehreren Klassenzimmern,
Schulbänke, Tafeln, ein Büro mit abschließbaren Schränken für Schulbücher, zwei
Wassertanks für Regenwasser und seit kurzem auch einen Trinkwasseranschluss:
Wasser aus dem Hahn – ein Luxus immer noch in Kenia.
Die
Hütte, in der Porridge und das Mittagessen für die Schüler zubereitet wird, schockierte uns allerdings, und wir drängten darauf, die Situation für die
Köchin zu verbessern, indem die offene Feuerstelle ohne Rauchabzug mit Steinen
gefasst und mit Lehm verputzt wird. Dadurch wird nicht nur Feuerholz gespart
und effektiver gekocht, auch der Rauch kann nach draußen geleitet werden. Auf
unserer Reise durch andere Gebiete in Western Kenya sahen wir solche gemauerten
Feuerstellen und zeigten Benter Fotos davon.
(s. rechts)
Eine
große Diskussion erforderte der Bau der für 2011 benötigten Klasse 7. Unser
Plan sieht vor, die neuen Gebäude mit „permanenten“ Materialien zu bauen und
auch die bestehenden Blechkonstruktionen im Laufe der Zeit durch feste Gebäude
zu ersetzen. Nachdem die Behörden vor kurzem bestätigt hatten, dass das zur
Zeit genutzte Gelände nahe Mbita groß genug ist, um 8 Klassen plus die
Vorschulklassen aufzunehmen, steht einer Verwirklichung der festen Schulgebäude
nichts mehr im Wege. Allerdings ist Bauen mit Ziegeln sehr teuer in dieser
Gegend, weil die
Ziegel aus anderen Gebieten importiert werden. Für traditionelle Lehmwände (mit
darunter liegender Holzkonstruktion) ist der Boden vor Ort nicht geeignet,
solche Gebäude sind sehr reparaturbedürftig und werden nicht von den
Schulbehörden anerkannt.
Eine
andere erfreuliche Nachricht während unseres Aufenthalts: Kanyala Little Stars
Academy bekommt eine offizielle Zulassung als Primary School bzw. als
Examensort, um die Abschlussprüfungen der achten Klasse abnehmen zu dürfen.
Dieser neue Status hat auch noch andere Vorteile wie medizinische
Untersuchungen der Kinder, gratis Impfungen u.Ä.
Im
Laufe unserer ersten Besuchswoche erhielten wir einen Kostenvoranschlag für den
Bau eines weiteren Klassenraumes mit Ziegeln.
In den
letzten Tagen des Jahres schaffte Benter es noch, einen neuen Bauplan
erstellen zu lassen und ihn von allen Behörden abzeichnen zu lassen (min. of
works, of health und of education). Damit sind alle bürokratischen Hürden
genommen.
 
die
neuen Gebäude auf Papier Blasto
und Andi
Während
unserer Besuche in der Schule sprachen wir mit Lehrern und Schülern; eine
„Schulstunde“ mit den Kindern zu halten war kaum möglich wegen der großen
Aufregung. In Klasse 7 stellten wir etwas europäische Geographie vor und wurden
dann selber zu Schülern, die die Fischarten des Victoria-Sees auf Luo lernen
mussten. Wir machten viele Fotos und einige Filmaufnahmen, die dazu dienen
sollen, einen Videospot zur Spendenakquise im Internet zu gestalten.
Am Ende unserer ersten Besuchswoche fuhren wir
gemeinsam mit Benter, Blasto und dem Schuldirektor nach Kisumu (die
Provinzhauptstadt), um neue Schulbücher zu kaufen. Es war dies ein sehr weiser
Entschluss, da die meisten Lehrer die Bücher am ersten Schultag kaufen und das
Gedränge im Januar dementsprechend groß ist. Im Dezember hatten wir noch die
volle Auswahl und ruhige Läden.
Unsere
Verabredungen für die Schule:
Mit
dem Bau des Raums für Klasse 7 soll so bald als möglich begonnen werden. Da es
aber nicht mehr möglich war, ihn im Dezember fertig zu stellen, wurde eine
temporäre Struktur für Klasse 7 aufgestellt. (Es ist nicht möglich und nicht
erlaubt, gleichzeitig Schulbetrieb und Baustelle zu haben.)
Klasse
7 wird gemeinsam mit Klasse 8 in permananter Bauweise (Ziegeln) in den nächsten
Ferien im April 2011 gebaut.
Networking:
Neben
den Akteuren von Little Stars lernten wir noch andere interessante Menschen und
Projekte auf Rusinga/Mbita kennen. Moni leitete einen
Permakultur-Einführungs-Workshop an der Vor- und Grundschule Mina Academy,
der kurzfristig organisiert wurde und wofür sich 12 Leute einfanden. Mina
Academy wird die erste Waldorfschule in Western Kenya sein und wir waren
beeindruckt vom Engagement aller Beteiligten und vor allem von den Biogas-Toiletten!
 
der Permakultur-Workshop Spielgelände
auf Mina Academy
Sabrina
Jung, die Projektleiterin, stellte auch den Kontakt zu Ewans Odula und seinem
kleinen Zentrum für Nachhaltigkeit „Badilisha“ her. Dort findet im März 2011
ein voller Permakultur Designkurs statt. Ewans versucht, in Kenia den
afrikanischen Zweig von GEN (Global Ecovillage Network) aufzubauen. Jacob
Ogweno, der Gründer von Kisui Youth Development Group, der Vorgängerschule von
Mina Academy und mein Kontakt zu fernetzt, ist auch voller Ideen, und es war
eine Freude, diese Menschen kennen zu lernen und mit Benter und Blasto zu
vernetzen.
Was
ist zu tun 2011:
auf
der afrikanischen Seite des Projekts:
-
Bau
der Klassenräume 7 und 8 in permanenter Bauweise.
-
Verbesserung
der Situation in der Schulküche
-
Erweitern
des Schulbuchbestands, der Utensilien für die Küche, Schulbänke und
Schuluniformen.
-
Arbeiten
auf der Farm incl. Verkauf!
Auf unserer
Seite:
-
Fundraising
für unseren Eigenanteil und für nicht geplante Investitionen.
-
Austausch
von Saatgut
-
Aufbau
eines Spendenportals/einer Internetseite für Little Stars, die von Ibrahim in
Kenia gepflegt werden wird.
-
Regelmäßige
Information unserer Förderer, Spender und Mitglieder.
-
Kontakt
halten mit dem Netzwerk auf Rusinga und mit CAN, CAN Assist und anderen
Unterstützern.
Bitte
lasst es uns wissen, wenn ihr eine Fundraising-Idee für dieses SONED-Projekt
habt oder wenn wir euch dabei unterstützen können.
Monika
Frank, Andi Raue, im Januar 2011
Bericht vom Little Stars Projekt von Oktober 2008:
Als wir im Oktober unsere Reise nach Kenia antraten, wussten wir nicht
genau was uns erwarten würde. Wir landeten in Mombasa und machten uns auf den
2000 km langen Weg zum Victoria Lake, um Bentas Projekte und ihre
Schule "Little Stars" auf Rusinga Island zu besuchen. Dort
angekommen wurden wir herzlich von Benta und ihrer Familie aufgenommen und sie
zeigten uns ihre Arbeit und die Umgebung. Besonders erstaunte uns die Vielzahl von Waisenkindern und Witwen, die aufgrund von AIDS
ihre Eltern oder Ehemänner verloren hatten. Durch die anhaltende AIDS Epidemie
werden die versorgenden Familienmitglieder weiter in die Armut getrieben und
viele können ihren Lebensunterhalt nur schwer
bestreiten bzw. die Kosten für die Schulbildung ihrer
Kinder nicht tragen.
Oft kümmern sich Verwandte, wie die Großmütter, um ihre
verwaisten Enkelkinder und versuchen diese so gut es geht zu unterstützen. Trotzdem ist die
extreme Armut nicht
zu übersehen. Sie spiegelt sich vor allem in den
Lebensbedingungen wider.
Auf Rusinga Island leben ca. 23 000 Menschen die im
Durchschnitt kaum älter als 35 Jahre alt werden.
Die Mehrheit der Häuser ist provisorisch aus Holz und Lehm gebaut und die Hälfte der
Bevölkerung hat keinen Zugang zu sanitären Anlagen wie Latrinen. Es gibt weder
eine kommunale Wasser- und Stromversorgung noch befahrbare Straßen. Die Bewohner beziehen ihr täglich
notwendiges Wasser aus dem mit Krankheitserregern und Giftstoffen
verdreckten Viktoriasee.
Benta, die selbst pensionierte Lehrerin ist und ihren Ehemann verloren hat,
nahm sich den Waisenkindern an und gründete die Schule "Little
Stars". Dort wird den Waisenkindern die Chance gegeben eine Schule besuchen zu können. Dabei wird ein
Solidaritätsprinzip angewandt. Durch die Einnahmen des Schulgelds von Eltern,
die es sich leisten können ihre Kinder auf die Schule zu schicken, wird den Waisenkindern eine kostenfreie
Schulbildung und eine warme Mahlzeit am Tag finanziert. Das Geld ist jedoch
knapp, da Schulbücher und Schulausbauten finanziert werden müssen, um Platz für neue Schulklassen schaffen zu können. Als wir auf Rusinga Island angekommen waren ging das Schuljahr dem Ende zu und
die Kinder bereiteten sich auf ihre Abschlussprüfungen
vor. In dieser Zeit
haben wir bei den Vorbereitungen für den "Parents-Day"
mitgeholfen, der am Ende eines jeden
Schuljahres gefeiert wird. Wir hatten Luftballons und Seifenblasen aus
Deutschland mitgebracht und so wurde es ein bunter Tag. Wir überreichten der
Schule einen Stapel Bücher für das nächste Schuljahr und sprachen ein paar Mut
machende Worte. Die Kinder hatten für die Eltern ein Programm erarbeitet und eine Jugend-Theatergruppe aus Mbita Point rundete die
Darbietungen ab. . In dem Programm ging
es vor allem um das Thema AIDS - die Kinder
sangen dazu Lieder und die Theatergruppe spielte Situationen aus ihrem alltäglichem Leben nach, die sie mit
einer klaren Bootschaft versahen , wie zum Beispiel, dass ein junges
Mädchen nicht mit älteren Männern schlafen
soll auch wenn es dafür "Nettigkeiten" erhält. In der gesamten Zeit
unserer Anwesenheit auf Rusinga Island war AIDS ein allgegenwärtiges Thema, vor allem in der Schule. Aufklärung
wird dort ab der ersten Klasse betrieben und nimmt
einen hohen Stellenwert ein.
Ein weiteres Anliegen von Benta ist die ausreichende
Versorgung der Waisenkinder und Witwen mit Nahrungsmitteln. Aufgrund der
AIDS Epidemie und
dem durch die Krankheit hervorgerufenen verfrühten Tod
vieler Erwachsenen
im produktiven Alter werden mehr und mehr Flächen unfruchtbar, da die Flächen
nicht mehr bestellt werden und auch die Mittel für die Bewässerung knapp sind.
Benta betreibt bereits auf ihrem Grundstück eine kleine Baumschule, wo
Setzlinge für Nutzpflanzen herangezogen werden. Sie besitzt noch mehr nutzbares
Land auf Rusinga Island, was bisher jedoch nicht bestellt werden konnte, da die
Mittel für Wasserpumpen, Wassertanks und Zäune fehlen. Um ihr
Engagement zur Nahrungssicherung voran zu
treiben, kooperiert Benta mit verschiedenen Frauengruppen auf Rusinga
Island, die sich zu
„Genossenschaften“ zusammengeschlossen
haben und gemeinsam Land bewirtschaften. Da Benta auch stellvertretende
Vorsitzende von WOWOSEK auf
Rusinga Island ist, ein
em Verein der sich für die
Belange der Witwen und Waisenkinder einsetzt, nimmt die Stärkung von Frauen und Frauenrechten einen
weiteren großen
Stellenwert in ihrer Arbeit ein.



Kenia Karte mit Runsinga Island
Besonders beeindruckt hat
mich die Entschlossenheit mit der Benta und ihre Familie trotz allen
Widrigkeiten den Waisenkindern und Witwen helfen und ihnen dadurch Hoffnung auf
einen bessere Zukunft geben.
Alexandra Eisenberger
Spendenaufruf Kenia
Berlin, im Dezember 2007
KANYALA LITTLE STARS brauchen neue Schulbücher
Im Januar ist wieder Schulanfang in Ostafrika. Der Besuch der Vor- und Grundschulen ist frei, Bücher und Hefte müssen allerdings von den Schülern mitgebracht werden. Die Eltern zahlen auch Beiträge für die Schulspeisung und für den Unterhalt der Vorschulen. Dieses Geld aufzutreiben – obwohl für unsere Maßstäbe wenig – ist oft ein großes Problem für die Eltern.
HELFEN SIE MIT !!
Benta Odhiambo in Mbita/Kenia hat aus eigener Kraft eine Vorschule am Victoriasee eingerichtet. Sie und ihre SchülerInnen sind auch im Umweltschutz sehr aktiv und pflanzen Bäume in den Dörfern von Rusinga Island.
Bei meinem Besuch im Januar 2006 wurden die als symbolische Gastgeschenke gedachten Stifte und Schreibtafeln mit Begeisterung aufgenommen. Diese Schulmaterialien können sich die Eltern oft nicht leisten oder sind nicht in den Dorfläden vorrätig. Auch Schulbücher sind teuer und so teilt sich oft die ganze Klasse ein Buch. Dass so keine Qualität im Unterricht erreicht wird, ist klar. Aber das Motto von Bentas Schule heißt:
Children are our future.
Deshalb möchte SONED e.V. Benta und die „Kanyala Little Stars“ mit den notwendigen Materialien für das nächste Schuljahr versorgen.
- Nur 20-40€ kosten Bücher und Hefte für einen Schüler (1.-4. Klasse) für ein Schuljahr.
- Mit nur 10€ pro Monat ist ein Kind in der Vorschule (2-6jährige) versorgt.
Helfen Sie mit, dass Bentas SchülerInnen weiterhin am Unterricht teilnehmen können und mit Freude lernen!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr SONED-Team
Bericht 2007:
Ein Kleinprojekt zur Unterstützung/Ausbau der privaten Schule Kanyala
Little Stars in Mbita/Region Lake Victoria wird angegangen und zu
Weihnachten ein Spendenaufruf gestartet.
Hier der Hintergrund der Geschichte:
eine Reise nach Kenia und ihre Folgen...
Seit 2001 betreue ich die website www.fernetzt.org, die es Freiwilligen
ermöglicht, auf unkomplizierte Art Adressen und Beschreibungen von
Projekten im Süden zu erhalten. Da sich die Kontakte nach Kenia, vor
allem am Lake Victoria, im Lauf der Jahre mehrten, fuhr ich im Januar
2006 dorthin, um mir selbst ein Bild von den „Praktikantenstellen“ zu
machen.
In und um Homa Bay besuchte ich fast ein Dutzend Projekte und sprach mit
vielen engagierten Kenianern. Eine darunter habe ich ganz besonders ins
Herz geschlossen: Benta Odhiamba, eine tatkräftige und optimistische
Frau mit einem großen Herz. Sie war Zeit ihres Lebens Lehrerin und von
ihrer bescheidenen Pension betreut sie weiterhin eine Schule für Vor-
und Grundschüler: die „KANYALA Little Stars“ in der Kleinstadt Mbita am
Lake Victoria. Eine Schule wie viele – Wellblech statt Wände, drei Bänke
auf gestampften Boden, kaum Schulmaterial oder Bücher, denn diese
müssen die Schüler bzw. ihre Eltern selber kaufen. Oft kein Geld, um die
Lehrer ausreichend oder überhaupt zu bezahlen. Zu einer kenianischen
Schule gehört auch ein Mittagessen, und auch das bestreitet Benta aus
eigener Kasse oder durch Spenden der Gemeinde. Nicht nur von der
Notwendigkeit von Bildung (das Motto der Schule ist: "Children are our
future") sondern auch von Ökologie und Umweltschutz ist Benta überzeugt
und zieht in ihrem Garten Bäumchen, die sie gemeinsam mit den Schülern
am Lake Victoria pflanzt.
Mein Schlüsselerlebnis bei diesem Besuch war, mit welcher Freude und
Dankbarkeit die paar „Mitbringsel“ aus Deutschland, Stifte, Hefte und
kleine Schreibtafeln angenommen wurden. Ich sah sie als Gastgeschenke
für die Aufmerksamkeit, die Benta und ihre Kollegen mir schenkten, aber
für die Schüler waren es echte Materialien, die sie sich einfach nicht
leisten konnten, und Benta erklärte mir, dass es hier einfach an allem
fehlt, gute Bücher oft nur in Kisumu oder Nairobi erhältlich sind und
unerschwinglich teuer; sie wäre schon froh, wenn nur 1 Englisch- oder
Biologie-Buch pro 10 Schüler vorrätig wäre. Weil die KANYALA Little
Stars eine guten Ruf in der Umgebung haben, wollen immer mehr Eltern
ihre Kinder dorthin schicken und für das nächste Schuljahr erwartet
Benta 70 Schülerinnen im Gegensatz zu den etwa 30 im Moment.
Zeit, um eine „richtige“ kleine Schule zu bauen, mit gemauerten Wänden,
Bänken und Tischen für alle und einem Speisesaal für das Mittagessen.
Und natürlich gutem und ausreichendem Material für Lehrer und Schüler.
Und hier kommt SONED ins Spiel: um die Pläne für KANYALA Little Stars zu
unterstützen, haben wir im Dezember 2007 eine Spendensammlung gestartet
und 2000 Postkarten in Berlin und an unsere Freunde verteilt.
Für das nächste Schuljahr, das in Ostafrika mit dem Neuen Jahr beginnt,
benötigt Benta etwa 1.200 Euro für den laufenden Unterhalt und die
Schulmaterialien (darin sind Gehälter für Lehrer nicht enthalten!).
Etwas wird von dieser pragmatischen Frau sicher beiseite gelegt werden,
um den Neubau des Gebäudes angehen zu können. Auch durch Projektanträge
werden wir versuchen, dieses kleine aber wertvolle Projekt zu
unterstützen. Und es kommt auch auf Spenden an, die direkt und schnell
helfen. Egal welcher Betrag, jeder Euro ist gut investiert in die
Schulbildung der Little Stars, denn: Children are our future.
Für weitere Fragen könnt ihr euch direkt an mich wenden
(monika(a)fernetzt.org) oder auch telefonisch im Büro von SONED:
030-2945401.
Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in 2008,
mit herzlichem Gruß
Monika Frank
Unser Spendenkonto:
SONED e.V.
Betreff: KANYALA
GLS Bank Nr. 8025 306 640, BLZ 430 609 67
Für Überweisungen aus dem europäischen Ausland:
IBAN: DE33 4306 0967 0080 2530 6640
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