• Deutsch
  • English
  • Français
Spendenaufruf Kenia
There are no translations available, Sorry

 

Unterstützen Sie die Bildung von Waisenkindern

Kenyala Little Stars in Kenia

kanyala_icon_fuer_youtube_link_chor.jpg














Der Schulchor der Kanyala Little Stars Grundschule


News von 2011:

Dezember 2011:

Wieder ist eine ruhige Phase in der Kanyala Academy eingekehrt – die Weihnachtsferien
vor dem neuen Schuljahr. 2012 wird es das erste Mal eine Abschlussklasse
(Klasse 8) geben!

Auch 2011 waren die Prüfungen in allen Klassen sehr gut ausgefallen, wir sind stolz auf die Little Stars!

Nun steht wieder eine Großeinkauf an für neue Schulbücher, Schuluniformen, Möbel (s.o.) und viele andere Kleinigkeiten.

Santiago von CAN wird ein Sponsoring-Projekt für einige der Schüler ins Leben rufen.

CANassist klemmt sich hinter eine Rentabilitätsstudie für den Fischteich auf der Farm.

Bitte helft mit, dieses Projekt bekannt zu machen und Spender zu gewinnen!

Spendenkonto: GLS-Bank

Konto-Nr.:  8025306601

BLZ:          43060967

Verwendungszweck: KANYALA

April 2011:

In den Schulferien war große Baustelle angesagt!!

kanyala_stars_progress.jpg

 

Die neuen Klassenräume für Klasse 6, 7 und 8 konnten in einem Zug in Ziegelbauweise errichtet werden und ein neues blaues Dach bekamen sie auch noch! Somit sind diese Klassenräume auch vom kenianischen Staat anerkannt und die Schule kann ihre offizielle Zulassung als Primary School aufrecht erhalten. Aufgrund der weiter steigenden Preise in Kenia wurde das Bauvorhaben teurer als (2009) geplant. Es fehlt noch das Geld, um Türen und Fenster einzusetzen sowie neue Bänke und Tische schreinern zu lassen.

SONED muss dazu seinen Eigenanteil erhöhen und ist auf eure Spenden angewiesen!!

 

 










März 2011:

Im März 2011 konnte Blasto einen Permaculture Design Kurs auf Rusinga Island belegen und war ein begeisterter Schüler. Das frisch erworbene Wissen wird er auf der Familien-Farm, die auch Gemüse für den Schule Kanyala Little Stars Academy erzeugt, anwenden. Hier ein Foto und Blastos Kurszertifikat.

blasto_pdc_badilisha.jpg

certificate_blasto_kenya.jpg










 





















News von 2010:

Dieses Projekt und der aktuelle Spendenaufruf 2010 ist auch auf folgenden Online-Spendenportalen vorgestellt und Sie können es dort als Fürsprecher oder als Spender unterstützen:

 

betterplace

helpdirect

 

Interview mit Benter:

benter_interview.jpg

 

 

 





 






Besuch der KANYALA Little Stars Academy im Dezember und Januar 2010/11:

Bericht von Monika Frank und Andi Raue

SONED in Friedrichshain e.V.

Kreutzigerstr. 19  10247 Berlin

Tel. 030-2945401

This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it , This e-mail address is being protected from spam bots, you need JavaScript enabled to view it

 

benter_moni_andi.jpg

Nachdem unser Projekt KANYALA im Januar 2010 eine Förderbewilligung von der Stiftung Nord-Süd-Brücken über 10.000 Euro (2010-2012; Gesamtprojektvolumen: 36624 Euro) bekam, war für uns schnell klar, dass Ende 2010 ein Projektbesuch vor Ort ansteht. In diesen Bericht fließen alle Erfahrungen und Neuigkeiten ein, die wir während des Jahres 2010 und während unseres Projektbesuchs im Dezember und Januar sammeln konnten.

Über euer Feedback, Kommentare, Vorschläge und Ideen würden wir uns sehr freuen.

 

Was im Januar bis November 2010 geschah:

KANYALA baute ein weiteres Gebäude in semipermanenter Bauweise, um die Klasse 6 unterzubringen und mehr Platz für die Kinder der Vorschule zu haben. In Kenia werden Kinder ab 2 Jahren in Vorschulen/Kindergärten betreut; unterteilt in drei Klassen: Baby-class (2-3Jährige), Kindergarden bzw. nursery (3-4Jährige) und pre-unit (5-6Jährige), was ein vorbereitendes Jahr auf die erste Klasse Grundschule ist. Dabei lernen die Kinder bereits das Alphabeth und etwas lesen und schreiben. Am Ende der pre-unit werden die Kinder getestet. Nur nach erfolgreichem Test werden sie in die erste Klasse aufgenommen.

Außerdem gibt es für jede Klasse standardisierte Aufnahmetests, wenn Schüler aus anderen Schulen wechseln wollen. Dies geschieht in den ersten Tagen eines neuen Schuljahres, das immer Anfang Januar beginnt. KANYALA belegte im vergangenen Schuljahr 2010 bei den Abschlussprüfungen der Klasse 6 den ersten Platz unter den 97 anderen Schulen des gesamten Bezirks Suba! Deshalb kamen 2011 viele neue Schüler, die in KANYALA aufgenommen werden wollten. Um die Qualität des Unterrichts allerdings aufrecht zu erhalten, werden in KANYALA Little Stars nur max. 20 SchülerInnen pro Klasse aufgenommen (außer in der Vorschule).

 

Im Sommer war Santiago Perez von der kanadischen Organisation CAN (Community Alliance Network) für mehrere Wochen zu Besuch bei KANYALA. Er half auf der Farm und entwickelte einige andere Projekte auf Rusinga Island.

Santiago ist ein ehemaliger Student von Dr. Geddes, der für die Organisation CAN Assist Food Relief Africa arbeitet und regelmäßig nach Mbita mit größeren Studentengruppen kommt. Diese besuchen in Mbita die Forschungsstation ICIPE - International Centre for Insects, Physiology and Ecology. CAN Assist unterstützt vor allem die Farm, auf der Gemüse und Mais für die Schule und zum Verkauf angebaut wird. CAN Assist und CAN sind in unserem 3-Jahresplan als Drittmittelgeber aufge-nommen.

 
 

kanyala_donors.jpg

Die Übersicht zeigt die verschiedenen Geberorganisationen und Personen, mit denen KANYALA seit 2006 in Verbindung steht. Der erste Kontakt kam 2004 über Monika und ihre webbasierte Freiwilligen-Initiative fernetzt.org.

moni_und_klasse5.jpgdie_farm.jpg
Moni und Klasse 5 der Little Stars                         Die Farm

Als Andi und ich Anfang Dezember nach Rusinga Island fuhren, waren dort - wie in ganz Ostafrika - Schulferien. Wir konnten deshalb mit Benter, unserer Projektlei-terin vor Ort und ihrem Sohn Blasto, der die Farm managt, lange Gespräche führen und Verabredungen treffen, Nach einer privaten Reise kamen wir Anfang Januar noch einmal nach Rusinga, um die Schüler und Lehrer kennen zu lernen. 

Die Farm:

Gleich am ersten Abend besuchten wir die Farm von Benters Familie und waren beeindruckt von der Größe des Feldes und dem hohen Anteil an Gemüsepflanzen, die dort bereits wuchsen. Für die Bewässerung wird Wasser aus dem See in einen 600l-Container gepumpt und dann über Schläuche in die Beete verteilt. Im Moment wuchsen dort vor allem Tomaten (guter Verkaufswert), Kohl, Mangold, Spinat, Süßkartoffeln, Bohnen, Zwiebeln, Koriandergrün, Papayas, Bananen. 

Die kleine Baumschule ist mittlerweile auch auf die Farm umgezogen.

skumawiki.jpghaus_farm.jpg
Sukuma Wiki - DAS Gemüse in Kenia                      Die neue Hütte auf der Farm

Die Maispflanzen sind von einem Besuch der Flusspferde zerstört worden. Es musste daher ein tiefer Graben rund um das Feld gezogen und der Zaun repariert werden. Am unteren Ende des Feldes liegt ein neuer Fischteich. Diese Maßnahme wurde vom kenianischen Staat unterstützt, der die Bauarbeiten für den Teich und die Besetz-ung mit Kleinfischen (Tilapia) bezahlte. Wir sahen viele dieser neuen Fischteiche in der Gegend, allerdings wurde der Wasserstand oft nicht aufrechterhalten und die ganze Sache nicht gepflegt.

Für die Farm wurde im Dezember eine kleine Hütte gebaut, die den drei Farm-arbeitern und dem Nachtwächter (wegen der Hippos) als Unterstand und als Lager und Verkaufsfläche für die Farmprodukte dient. Auch andere Dinge des täglichen Bedarfs (Seife, Kochfett, Zucker) können dort verkauft werden, da auf dem Weg entlang der Hütte morgens und abends viel Betrieb ist.

Unsere Verabredungen für die Farm:

Wir schicken Saatgut für verschiedene Tomatenvarietäten aus Europa, da in Kenia nur eine einzige Tomatenart angeboten wird (Roma). Dicke, süße Fleischtomaten könnten ein Verkaufsschlager werden in Mbita! Aus Kisumu und Kitale brachten wir auch einiges Saatgut mit: Wassermelone, Aubergine, Okra, Kürbis, Karotten, Zwiebeln, Paprika – alles Gemüsesarten, die hier auch gut gedeihen. Traditionellerweise wird aber oft nur Sukuma Wiki (Stielkohl, Kale (engl.)) als „Gemüse“ bezeichnet und an Obst werden Bananen, Mango, Papaya und Ananas verkauft, die meistens aus anderen Regionen importiert werden.

Blasto soll die Chance bekommen, einen zweiwöchigen Permakultur Designkurs zu besuchen, der im März auf Rusinga Island, nur etwa 10min Fahrtzeit von seinem Haus entfernt, stattfindet. Dazu wird es ein fundraising im deutschen Permakulturnetzwerk geben.

Auf diesem Kurs wird er einiges über Organic growing lernen und neue Ideen für die Farm und auch für die Vermarktung bekommen sowie andere Leute aus der Region kennen lernen, die ggf. vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Die Schule:

Wir besichtigten natürlich auch die KANYALA Little Stars Academy nahe Mbita Point. Ich war beeindruckt von den vielen Gebäuden, die seit 2006 hinzu gekommen sind, als es nur einen Klassenraum und ein winziges Büro gab.

little_stars_2006.jpglittle_stars_2010.jpg
Little Stars 2006                                                        Little Stars 2010

Jetzt gibt es drei langgestreckte Gebäude mit jeweils mehreren Klassenzimmern, Schulbänke, Tafeln, ein Büro mit abschließbaren Schränken für Schulbücher, zwei Wassertanks für Regenwasser und seit kurzem auch einen Trinkwasseranschluss: Wasser aus dem Hahn – ein Luxus immer noch in Kenia.

Die Hütte, in der Porridge und das Mittagessen für die Schüler feuerstelle_mit_abzug.jpgzubereitet wird, schockierte uns allerdings, und wir drängten darauf, die Situation für die Köchin zu verbessern, indem die offene Feuerstelle ohne Rauchabzug mit Steinen gefasst und mit Lehm verputzt wird. Dadurch wird nicht nur Feuerholz gespart und effektiver gekocht, auch der Rauch kann nach draußen geleitet werden. Auf unserer Reise durch andere Gebiete in Western Kenya sahen wir solche gemauerten Feuerstellen und zeigten Benter Fotos davon.     (s. rechts)                     

 

Eine große Diskussion erforderte der Bau der für 2011 benötigten Klasse 7. Unser Plan sieht vor, die neuen Gebäude mit „permanenten“ Materialien zu bauen und auch die bestehenden Blechkonstruktionen im Laufe der Zeit durch feste Gebäude zu ersetzen. Nachdem die Behörden vor kurzem bestätigt hatten, dass das zur Zeit genutzte Gelände nahe Mbita groß genug ist, um 8 Klassen plus die Vorschulklassen aufzunehmen, steht einer Verwirklichung der festen Schulgebäude nichts mehr im Wege. Allerdings ist Bauen mit Ziegeln sehr teuer in dieser Gegend, weil die
Ziegel aus anderen Gebieten importiert werden. Für traditionelle Lehmwände (mit darunter liegender Holzkonstruktion) ist der Boden vor Ort nicht geeignet, solche Gebäude sind sehr reparaturbedürftig und werden nicht von den Schulbehörden anerkannt.

Eine andere erfreuliche Nachricht während unseres Aufenthalts: Kanyala Little Stars Academy bekommt eine offizielle Zulassung als Primary School bzw. als Examensort, um die Abschlussprüfungen der achten Klasse abnehmen zu dürfen. Dieser neue Status hat auch noch andere Vorteile wie medizinische Untersuchungen der Kinder, gratis Impfungen u.Ä. 

Im Laufe unserer ersten Besuchswoche erhielten wir einen Kostenvoranschlag für den Bau eines weiteren Klassenraumes mit Ziegeln.

In den letzten Tagen des Jahres schaffte Benter es noch, einen neuen Bauplan erstellen zu lassen und ihn von allen Behörden abzeichnen zu lassen (min. of works, of health und of education). Damit sind alle bürokratischen Hürden genommen.

 

plan_neue_schule.jpgblasto_und_andi.jpg
die neuen Gebäude auf Papier                           Blasto und Andi

Während unserer Besuche in der Schule sprachen wir mit Lehrern und Schülern; eine „Schulstunde“ mit den Kindern zu halten war kaum möglich wegen der großen Aufregung. In Klasse 7 stellten wir etwas europäische Geographie vor und wurden dann selber zu Schülern, die die Fischarten des Victoria-Sees auf Luo lernen mussten. Wir machten viele Fotos und einige Filmaufnahmen, die dazu dienen sollen, einen Videospot zur Spendenakquise im Internet zu gestalten.

little_stars_gruppenfoto_2010.jpg

bcherkauf_in_kisumu.jpgAm Ende unserer ersten Besuchswoche fuhren wir gemeinsam mit Benter, Blasto und dem Schuldirektor nach Kisumu (die Provinzhauptstadt), um neue Schulbücher zu kaufen. Es war dies ein sehr weiser Entschluss, da die meisten Lehrer die Bücher am ersten Schultag kaufen und das Gedränge im Januar dementsprechend groß ist. Im Dezember hatten wir noch die volle Auswahl und ruhige Läden.

 

Unsere Verabredungen für die Schule:

Mit dem Bau des Raums für Klasse 7 soll so bald als möglich begonnen werden. Da es aber nicht mehr möglich war, ihn im Dezember fertig zu stellen, wurde eine temporäre Struktur für Klasse 7 aufgestellt. (Es ist nicht möglich und nicht erlaubt, gleichzeitig Schulbetrieb und Baustelle zu haben.)

Klasse 7 wird gemeinsam mit Klasse 8 in permananter Bauweise (Ziegeln) in den nächsten Ferien im April 2011 gebaut.

Networking:

Neben den Akteuren von Little Stars lernten wir noch andere interessante Menschen und Projekte auf Rusinga/Mbita kennen. Moni leitete einen Permakultur-Einführungs-Workshop an der Vor- und Grundschule Mina Academy, der kurzfristig organisiert wurde und wofür sich 12 Leute einfanden. Mina Academy wird die erste Waldorfschule in Western Kenya sein und wir waren beeindruckt vom Engagement aller Beteiligten und vor allem von den Biogas-Toiletten!

 

permakultur_workshop_mina_academy.jpgmina_academy.jpg
der Permakultur-Workshop                                     Spielgelände auf Mina Academy

Sabrina Jung, die Projektleiterin, stellte auch den Kontakt zu Ewans Odula und seinem kleinen Zentrum für Nachhaltigkeit „Badilisha“ her. Dort findet im März 2011 ein voller Permakultur Designkurs statt. Ewans versucht, in Kenia den afrikanischen Zweig von GEN (Global Ecovillage Network) aufzubauen. Jacob Ogweno, der Gründer von Kisui Youth Development Group, der Vorgängerschule von Mina Academy und mein Kontakt zu fernetzt, ist auch voller Ideen, und es war eine Freude, diese Menschen kennen zu lernen und mit Benter und Blasto zu vernetzen.

Was ist zu tun 2011:

auf der afrikanischen Seite des Projekts:

-      Bau der Klassenräume 7 und 8 in permanenter Bauweise.

-      Verbesserung der Situation in der Schulküche

-      Erweitern des Schulbuchbestands, der Utensilien für die Küche, Schulbänke und Schuluniformen.

-      Arbeiten auf der Farm incl. Verkauf!

Auf unserer Seite:                                           

-      Fundraising für unseren Eigenanteil und für nicht geplante Investitionen.

-      Austausch von Saatgut

-      Aufbau eines Spendenportals/einer Internetseite für Little Stars, die von Ibrahim in Kenia gepflegt werden wird.

-      Regelmäßige Information unserer Förderer, Spender und Mitglieder.

-      Kontakt halten mit dem Netzwerk auf Rusinga und mit CAN, CAN Assist und anderen Unterstützern.

Bitte lasst es uns wissen, wenn ihr eine Fundraising-Idee für dieses SONED-Projekt habt oder wenn wir euch dabei unterstützen können.

Monika Frank, Andi Raue, im Januar 2011

 

Bericht vom Little Stars Projekt von Oktober 2008:


benta_und_ihre_familie.jpgAls wir im Oktober unsere Reise nach Kenia antraten, wussten wir nicht genau was uns erwarten würde. Wir landeten in Mombasa und machten uns auf den 2000 km langen Weg zum Victoria Lake, um Bentas Projekte und ihre Schule "Little Stars" auf Rusinga Island zu besuchen. Dort angekommen wurden wir herzlich von Benta und ihrer Familie aufgenommen und sie zeigten uns ihre Arbeit und die Umgebung. Besonders erstaunte uns die Vielzahl von Waisenkindern und Witwen, die aufgrund von AIDS ihre Eltern oder Ehemänner verloren hatten. Durch die anhaltende AIDS Epidemie werden die versorgenden Familienmitglieder weiter in die Armut getrieben und viele können ihren Lebensunterhalt nur schwer bestreiten bzw. die Kosten für die Schulbildung ihrer Kinder nicht tragen.


Oft kümmern sich Verwandte, wie die Großmütter, um ihre verwaisten Enkelkinder und versuchen diese so gut es geht zu unterstützen. Trotzdem  ist die extreme Armut nicht zu übersehen. Sie spiegelt sich vor allem in den Lebensbedingungen wider. Auf Rusinga Island leben ca. 23 000 Menschen die im Durchschnitt kaum älter als 35 Jahre alt werden. Die Mehrheit  der Häuser ist provisorisch aus Holz und Lehm gebaut und die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sanitären Anlagen wie Latrinen. Es gibt weder eine kommunale Wasser- und Stromversorgung noch befahrbare  Straßen. Die Bewohner beziehen ihr täglich notwendiges Wasser aus dem mit Krankheitserregern und Giftstoffen verdreckten  Viktoriasee. Benta, die selbst pensionierte Lehrerin ist und ihren Ehemann verloren hat, nahm sich den Waisenkindern an und gründete die Schule "Little Stars". Dort wird den Waisenkindern die Chance gegeben eine Schule besuchen zu können. Dabei wird ein Solidaritätsprinzip angewandt. Durch die Einnahmen des Schulgelds von Eltern, die es sich leisten können ihre Kinder auf die Schule zu schicken, wird den Waisenkindern eine kostenfreie Schulbildung und eine warme Mahlzeit am Tag finanziert. Das Geld ist jedoch knapp, da Schulbücher und Schulausbauten finanziert werden müssen, um Platz für neue Schulklassen schaffen zu können. Als wir auf Rusinga Island angekommen waren ging das Schuljahr dem Ende zu und die Kinder bereiteten sich auf ihre Abschlussprüfungen vor. In dieser Zeit haben wir bei den Vorbereitungen für den "Parents-Day" mitgeholfen, der am Ende eines jeden Schuljahres gefeiert wird. Wir hatten Luftballons und Seifenblasen aus Deutschland mitgebracht und so wurde es ein bunter Tag. Wir überreichten der Schule einen Stapel Bücher für das nächste Schuljahr und sprachen ein paar Mut machende Worte. Die Kinder hatten für die Eltern ein Programm erarbeitet und eine Jugend-Theatergruppe aus Mbita Point rundete die Darbietungen ab. . In dem Programm ging es vor allem um das Thema AIDS - die Kinder sangen dazu Lieder und die Theatergruppe spielte Situationen aus ihrem alltäglichem Leben nach, die sie mit einer klaren Bootschaft versahen , wie zum Beispiel, dass ein junges Mädchen nicht mit älteren Männern schlafen soll auch wenn es dafür "Nettigkeiten" erhält. In der gesamten Zeit unserer Anwesenheit auf Rusinga Island war AIDS  ein allgegenwärtiges Thema, vor allem in der Schule. Aufklärung wird dort ab der ersten Klasse betrieben und nimmt einen hohen Stellenwert ein.


Ein weiteres Anliegen von Benta ist die
ausreichende Versorgung der Waisenkinder und Witwen mit Nahrungsmitteln. Aufgrund der AIDS
Epidemie und
dem durch die Krankheit hervorgerufenen verfrühten Tod vieler   Erwachsenen im produktiven Alter werden mehr und mehr Flächen unfruchtbar, da die Flächen nicht mehr bestellt werden und auch die Mittel für die Bewässerung knapp sind. Benta betreibt bereits auf ihrem Grundstück eine kleine Baumschule, wo Setzlinge für Nutzpflanzen herangezogen werden. Sie besitzt noch mehr nutzbares Land auf Rusinga Island, was bisher jedoch nicht bestellt werden konnte, da die Mittel für Wasserpumpen, Wassertanks und Zäune fehlen. Um  ihr  Engagement zur Nahrungssicherung voran zu treiben, kooperiert Benta mit verschiedenen Frauengruppen auf Rusinga Island, die sich zu „Genossenschaften“ zusammengeschlossen haben und gemeinsam Land bewirtschaften. Da Benta auch stellvertretende Vorsitzende von WOWOSEK auf Rusinga Island ist, ein em Verein der sich für die Belange der Witwen und Waisenkinder einsetzt, nimmt  die Stärkung von Frauen und Frauenrechten einen  weiteren großen Stellenwert in ihrer Arbeit ein.

 

frauengruppe.jpg

lebensbedingungen_auf_rusinga_island.jpg

 











little_stars.jpg

markt-in-mbita-point.jpg

schler_von_little_stars.jpg

baumschule-von-benta.jpg










karte_rusinga_island.jpg










Kenia Karte mit Runsinga Island

Besonders beeindruckt hat mich die Entschlossenheit mit der Benta und ihre Familie trotz allen Widrigkeiten den Waisenkindern und Witwen helfen und ihnen dadurch Hoffnung auf einen bessere Zukunft geben.
Alexandra Eisenberger












Spendenaufruf Kenia

Berlin, im Dezember 2007
KANYALA LITTLE STARS brauchen neue Schulbücher


Im Januar ist wieder Schulanfang in Ostafrika. Der Besuch der Vor- und Grundschulen ist frei, Bücher und Hefte müssen allerdings von den Schülern mitgebracht werden. Die Eltern zahlen auch Beiträge für die Schulspeisung und für den Unterhalt der Vorschulen. Dieses Geld aufzutreiben – obwohl für unsere Maßstäbe wenig – ist oft ein großes Problem für die Eltern.


HELFEN SIE MIT !!


Benta Odhiambo in Mbita/Kenia hat aus eigener Kraft eine Vorschule am Victoriasee eingerichtet. Sie und ihre SchülerInnen sind auch im Umweltschutz sehr aktiv und pflanzen Bäume in den Dörfern von Rusinga Island.

Bei meinem Besuch im Januar 2006 wurden die als symbolische Gastgeschenke gedachten Stifte und Schreibtafeln mit Begeisterung aufgenommen. Diese Schulmaterialien können sich die Eltern oft nicht leisten oder sind nicht in den Dorfläden vorrätig. Auch Schulbücher sind teuer und so teilt sich oft die ganze Klasse ein Buch. Dass so keine Qualität im Unterricht erreicht wird, ist klar. Aber das Motto von Bentas Schule heißt:

    Children are our future.

kanyala_kidsschaukel_0204.gif

Deshalb möchte SONED e.V. Benta und die „Kanyala Little Stars“ mit den notwendigen Materialien für das nächste Schuljahr versorgen.

  • Nur 20-40€ kosten Bücher und Hefte für einen Schüler (1.-4. Klasse) für ein Schuljahr.
  • Mit nur 10€ pro Monat ist ein Kind in der Vorschule (2-6jährige) versorgt.

Helfen Sie mit, dass Bentas SchülerInnen weiterhin am Unterricht teilnehmen können und mit Freude lernen!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr SONED-Team

 

Bericht 2007:

Ein Kleinprojekt zur Unterstützung/Ausbau der privaten Schule Kanyala Little Stars in Mbita/Region Lake Victoria wird angegangen und zu Weihnachten ein Spendenaufruf gestartet.

Hier der Hintergrund der Geschichte:

eine Reise nach Kenia und ihre Folgen...

Seit 2001 betreue ich die website www.fernetzt.org, die es Freiwilligen ermöglicht, auf unkomplizierte Art Adressen und Beschreibungen von Projekten im Süden zu erhalten. Da sich die Kontakte nach Kenia, vor allem am Lake Victoria, im Lauf der Jahre mehrten, fuhr ich im Januar 2006 dorthin, um mir selbst ein Bild von den „Praktikantenstellen“ zu machen.

In und um Homa Bay besuchte ich fast ein Dutzend Projekte und sprach mit vielen engagierten Kenianern. Eine darunter habe ich ganz besonders ins Herz geschlossen: Benta Odhiamba, eine tatkräftige und optimistische Frau mit einem großen Herz. Sie war Zeit ihres Lebens Lehrerin und von ihrer bescheidenen Pension betreut sie weiterhin eine Schule für Vor- und Grundschüler: die „KANYALA Little Stars“ in der Kleinstadt Mbita am Lake Victoria. Eine Schule wie viele – Wellblech statt Wände, drei Bänke auf gestampften Boden, kaum Schulmaterial oder Bücher, denn diese müssen die Schüler bzw. ihre Eltern selber kaufen. Oft kein Geld, um die Lehrer ausreichend oder überhaupt zu bezahlen. Zu einer kenianischen Schule gehört auch ein Mittagessen, und auch das bestreitet Benta aus eigener Kasse oder durch Spenden der Gemeinde. Nicht nur von der Notwendigkeit von Bildung (das Motto der Schule ist: "Children are our future") sondern auch von Ökologie und Umweltschutz ist Benta überzeugt und zieht in ihrem Garten Bäumchen, die sie gemeinsam mit den Schülern am Lake Victoria pflanzt.

 
kanyala_moniundbenta_0203.jpg


Mein Schlüsselerlebnis bei diesem Besuch war, mit welcher Freude und Dankbarkeit die paar „Mitbringsel“ aus Deutschland, Stifte, Hefte und kleine Schreibtafeln angenommen wurden. Ich sah sie als Gastgeschenke für die Aufmerksamkeit, die Benta und ihre Kollegen mir schenkten, aber für die Schüler waren es echte Materialien, die sie sich einfach nicht leisten konnten, und Benta erklärte mir, dass es hier einfach an allem fehlt, gute Bücher oft nur in Kisumu oder Nairobi erhältlich sind und unerschwinglich teuer; sie wäre schon froh, wenn nur 1 Englisch- oder Biologie-Buch pro 10 Schüler vorrätig wäre. Weil die KANYALA Little Stars eine guten Ruf in der Umgebung haben, wollen immer mehr Eltern ihre Kinder dorthin schicken und für das nächste Schuljahr erwartet Benta 70 Schülerinnen im Gegensatz zu den etwa 30 im Moment.

Zeit, um eine „richtige“ kleine Schule zu bauen, mit gemauerten Wänden, Bänken und Tischen für alle und einem Speisesaal für das Mittagessen. Und natürlich gutem und ausreichendem Material für Lehrer und Schüler.

Und hier kommt SONED ins Spiel: um die Pläne für KANYALA Little Stars zu unterstützen, haben wir im Dezember 2007 eine Spendensammlung gestartet und 2000 Postkarten in Berlin und an unsere Freunde verteilt. 

Für das nächste Schuljahr, das in Ostafrika mit dem Neuen Jahr beginnt, benötigt Benta etwa 1.200 Euro für den laufenden Unterhalt und die Schulmaterialien (darin sind Gehälter für Lehrer nicht enthalten!). Etwas wird von dieser pragmatischen Frau sicher beiseite gelegt werden, um den Neubau des Gebäudes angehen zu können. Auch durch Projektanträge werden wir versuchen, dieses kleine aber wertvolle Projekt zu unterstützen. Und es kommt auch auf Spenden an, die direkt und schnell helfen. Egal welcher Betrag, jeder Euro ist gut investiert in die Schulbildung der Little Stars, denn: Children are our future.

Für weitere Fragen könnt ihr euch direkt an mich wenden (monika(a)fernetzt.org) oder auch telefonisch im Büro von SONED: 030-2945401.


Ich wünsche euch eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Start in 2008,

mit herzlichem Gruß
Monika Frank

Unser Spendenkonto:
SONED e.V.
Betreff: KANYALA
GLS Bank Nr. 8025 306 640, BLZ 430 609 67


Für Überweisungen aus dem europäischen Ausland:
IBAN: DE33 4306 0967 0080 2530 6640 

<-->

<-->