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Friedrichshain

Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung

Der Verein versucht auch an seinem Sitz in Friedrichshain die lokale Entwicklung zu fördern v.a. im Selbsthilfebereich sozial benachteiligter Gruppen und MigrantInnen. So beteiligen wir uns in der Bürgerbewegung Lokale Agenda Friedrichshain 21, Arbeitskreis Eine Welt, in der Sozialgemeinschaft Friedrichshain, in der AG Kiezentwicklung/ Projekt Friedrichshain und der AG Friedelhainer Energieverbund.
Durch gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit verschiedener Akteure soll Toleranz und Völkerverständigung sowie ökologischer Wandel gefördert, fairer Handel unterstützt und entwicklungspolitische Bildungsarbeit erweitert werden. Lobbyarbeit für mehr Nord-Südgerechtigkeit wird organisiert, ein erfolgreiches Beispiel dafür ist das seit 2001 jedes Jahr organisierte Weltfest LINK am Boxhagener Platz. Bei Kiez- und Straßenfesten stellt sich der Verein mit einem Stand vor, wo neben aktuellen Informationen und Projektdokumentationen auch eine Kollektion fair gehandelter afrikanischer Kunst- und Gebrauchsgegenstände präsentiert wird.
Ein Raum in unserer Geschäftsstelle bietet Platz für eine Fotosausstellung über das Volk der Rendille in Kenia und einige afrikanische Skulpturen und soll unserem Arbeitsplatz etwas african spirit geben.

Seit 2006 unterstützt der Verein das Radioprojekt Studio Ansage .

In der Sendung von Radio Fhain (Mo + Di von 12 bis 13 Uhr live auf UKW 88.1 Mhz) werden in entwicklungspolitische Themen und Kiezbezogene Berichte ausgestrahlt. 

www.studioansage.de  

  

Entwicklungspolitische Bildungsarbeit

In Zusammenarbeit mit Schulen (z.B. dem Andreas-Gymnasium) und Jugendfreizeiteinrichtungen bieten wir Projekttage und -wochen an, wo Jugendliche den Aufbau und die Funktion von Solarkochern erlernen sowie einen Eindruck von Umwelt- und Lebensbedingungen bei unseren afrikanischen Partnerprojekten vermittelt bekommen und die Möglichkeit erhalten, eine Umweltpartnerschaft zu begründen. In Seminaren zu aktuellen Themen wird interessierten Teilnehmern Hintergrundwissen zu unseren Arbeitsschwerpunkten vermittelt, sowie die politische, soziale und kulturelle Situation in den Projektländern analysiert.

siehe auch: Termine

 

Afrikanische und internationale Kulturarbeit

Das Projekt Shrine bildet die Grundlage für ein interkulturelles Begegnungszentrum. Die Gründung wurde von dem nigerianischen Musiker und Freiheitskämpfer Fela Anikulapo Kuti inspiriert, der in seiner Kalakuta-Republik in Lagos einen Veranstaltungsort mit der Bezeichnung "African Shrine" eingerichtet hatte. Ein Shrine ist traditionell ein Ort der Begegnung zwischen Menschen und Göttern. Für Fela Kuti war der Shrine vor allem ein lebendiger Ort für Menschen, der zu einem legendären Forum für eine ungewöhnliche Mischung aus Kultur und Politik werden sollte. In der Anfangszeit befand sich der Friedrichshainer Shrine in der Kreutzigerstraße 12. Dort fanden eine Menge unterschiedlichster Veranstaltungen wie Konzerte, Theater und Kleinkunst, Workshops und Projektpräsentationen sowie kultische Zeremonien statt. Seit November 1999 präsentiert sich der Shrine auf dem Gelände des RAW-Tempel e.V. als Yuruba-Kultstätte mit Fela-Kuti-Musik, afrikanischem Imbiss, open air und open space.

 

Modellprojekt ökologische Stadtentwicklung mit angepassten Technologien

Der Friedrichshainer Altbaukiez, bestehend aus Mietskasernen der Gründerzeit, ist seit der Wende umfangreichen Sanierungs- und
Modernisierungsmaßnahmen ausgesetzt. Üblicherweise dienen solche Maßnahmen der Gewinnmaximierung und verdrängen damit
einkommensschwache Bevölkerungsschichten. Das Modellprojekt, an dem sich verschiedene Träger des Kiezes beteiligen, hat demgegenüber einen integrativen Ansatz und enthält ökologische und soziale Komponenten. Durch genossenschaftlichen Kollektivbesitz befinden sich die Häuser in der Verfügungsgewalt der Bewohner.
Die Selbstverwaltete Ostberliner Genossenschaft (S.O.G.) verwaltet fünf Wohnhäuser in Friedrichshain, darunter auch die Kreutzigerstraße 18+19, Sitz unseres Vereins. Die Sanierung wurde gemeinsam geplant, entsprechend dem Anspruch von gemeinsamem Leben und Arbeiten (Projektetagen im Erdgeschoss und Wohngemeinschaften) und durch bauliche Selbsthilfe realisiert.  http://www.taz.de/pt/2005/11/19/a0257.1/text
Ein Energieverbund soll die Häuser schrittweise von fossilen Energieträgern und deren Anbietern unabhängig machen. Geplant ist die Eigenversorgung mit Solarenergie und Blockheizkraftwerken sowie der Einkauf von Naturstrom. Die Verwendung von Naturbaustoffen und die Begrünung von Dächern, Fassaden und Innenhöfen soll die Lebensqualität erhöhen und das Mikroklima im Wohnumfeld verbessern. Für diese arbeitsaufwendigen Maßnahmen wurden Arbeitsplätze für Menschen ohne Einkommen geschaffen. Im Herbst 2006 waren die Sanierungsarbeiten an der Kreutzigerstr. 18/19 abgeschlossen.

 

Weltfest auf dem Boxhagener Platz 

Seit dem Jahr 2001 organisieren der entwicklungspolitische Verein Southern Network for Environment and Development SONED e.V. und GSE (Gesellschaft für solidarische Entwicklungszusammenarbeit) e.V. jährlich das Weltfest auf dem Boxhagener Platz, seit 2003 mit einem festen Träger/innenkreis.

Seit 2001 hat sich das Weltfest zu einem regelmäßigen und wesentlichen Bestandteil der Kiezkultur am Boxhagener Platz und des Landesnetzwerkes der
Berliner Nichtregierungsorganisationen (BER e.V.) entwickelt.

Es ist gelungen, für die im Kiez lebenden Menschen ein sowohl soziales und kulturelles als auch Wissen vermittelndes Angebot zu etablieren.

Das strahlt aus – inzwischen interessieren sich weit über den Kiez hinaus die
Bürger/innen dieser Stadt für die entwicklungspolitischen Themen, die SONED e.V.
in Zusammenarbeit mit dem Träger/innenkreis setzen.
Das Weltfest entwickelte sich dabei zu einem Netzwerk der
sozialen-, kulturellen- und flüchtlingspolitischen Initiativen in Friedrichshain.

Wir bieten Initiativen, Vereinen und Verbänden, Projekten sowie losen Gruppierungen die möglichkeit der Zusammenarbeit an oder laden sie ein,
sich und ihre Arbeit mit einem Infostand auf dem Weltfest vorzustellen.
An den Infoständen können sich die Besucher/innen über das breite Abeits- und Themenspektrum informieren.
Der Reinerlös geht jedes Jahr an ein Projekt, das sich v.a. mit dem jeweiligen Jahresthema beschäftigt.


2008 steht das Weltfest unter dem Motto „Flüchtest Du noch? – Oder lebst Du schon?"